Hüttenstadt 2011
1.8-1.9. immer von 14-18 Uhr
Ein aufregendes, unbeschwertes und vor allen Dingen kostenloses Sommervergnügen verspricht das Spielmobil auch in diesem Jahr, wenn es 5 Wochen lang, vom 1.8.-1.9. jeweils Montag bis Donnerstag von 14-18 Uhr, mit seiner Hüttenstadt auf der Jahnhalbinsel sein wird. Die Hüttenstadt hat sich in eine "Prima-Klima-Kinderstadt" verwandelt und wurde zum zweiten Mal als Unesco-Dekadenprojekt "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgezeichnet.
Nicht nur wegen der tollen Angebote zu alternativen Energien, die dort hautnah erlebbar sein werden, sind die Kinder jedes Jahr begeistert, die Hüttenstadt punktet auch wegen der vielen kreativen Ideen unseres Spielmobilteams. Soviel sei schon mal verraten: Es wird wieder viele interessante Experimente zum Thema Luft und Klima geben, es wird auf ganz besondere Weise gekocht und neben der Bautätigkeit wird allerlei Interessantes das Programm in diesen Ferienwochen bereichern.
Während sich die Kinder also als kleine und große Architekten, Bauherren, Zimmerer und Dekorateure betätigen, dabei Bauen und Werkeln bis die (Holz-)Schwarte kracht, gibt es täglich ein kunterbuntes und spannendes Spiel-, Experimentier- und Bastelprogramm rund ums Thema Energie und Klima. Im Rahmen der Kampagne des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz will das Spielmobil den Kindern spielerisch den Klimaschutz näher bringen. Was ist eigentlich Energie? Warum beeinflussen wir alle das Klima? Was können wir gegen den Klimawandel tun? Interessante und aktuelle Fragen, auf die nicht mal jeder Erwachsene eine Antwort weiß, erfahren die Kinder im Spiel und sollen so für die Zukunft vorbereitet werden, eigene Entscheidungen treffen zu können.
Hüttenstadt 2010
Das Spielmobil steht aktiv ein für eine lebendige, kindgerechte und familienfreundliche Stadtlandschaft, indem es überall Spielaktionen möglich macht. Ziel ist es durch Bespielen von Schulhöfen und städtischen Plätzen mehr Spielraum für Kinder zu schaffen. Ein besonderes Angebot ist dabei der Kreativspielplatz "Hüttenstadt" – ein kostenloser temporärer Bauspielplatz, der den Kindern in den Sommerferien Raum zum Bauen und Werkeln und damit eigenständigem Ausprobieren gibt.
Hüttenstadt mit "Prima-Klima-Kinderstadt"
Als Besonderheit in diesem Jahr wurde unsere Hüttenstadt ergänzt um eine "Prima-Klima-Stadt". Vom 2.8.-2.9. 2010 bot diese von 14-18 Uhr ein wöchentlich wechselndes Programm, wie z.B. "Häuslebauerwoche", " aufregende Balanceakte auf der Slackline" "Wasserexperimente mit reisenden Farbtropfen", "Basteln von Geldbeuteln aus Recycling Materialien" und einer "Zirkuswoche mit Luftballontieren und Jonglierworkshop"
Die Prima-Klima-Stadt beschäftigte sich v.a. mit dem Thema erneuerbare Energien, kindgerecht und erlebnispädagogisch aufbereitet in Form einer "Lernwerkstatt", die Kindern den Raum geben sollte, wo selbstbestimmtes, entdeckendes Lernen möglich ist und über das eigenen Lernen reflektiert werden konnte. Die Kinder befassten sich mit den Themen Klimawandel, Was passiert mit der Natur?, Wieso wird es wärmer? Warum wird die Schutzhülle unsere Erde immer mehr verschmutzt und was kann jeder einzelne von uns dagegen tun? Ein Prima-Klima-Quizball,der Bau von echten Solarmobil-Modellen, Solarwindrädern und Sonnenenergieturbinen und Energieneutralem Kochen mit dem Solarkocher vom Umweltamt bereicherten das Angebot. Die Kinder konnten hautnah eine Photovoltaik-Anlage von den Stadtwerken kennenlernen und erleben, wie ihre Stadt dadurch mit Strom versorgt wurde und konnten das Entstehen einer Prima-Klima Hütte mit zahlreichen Experimenten mit verfolgen.
An einem Tag gab es eine Riesen Zaubershow mit Mathias Seiller mit dem Thema "Prima- Klima- Tricks mit Recyclingmaterial, Altpapier und einer Menge anderer cooler Sachen" und für mehr Sonnenschein wurden Regenvertreiber aus Recyclingmaterial gebastelt.
Nette Leute von den Stadtwerken haben unsere "Prima-Klima Stadt" besucht und den Kindern und Eltern erklärt, wie Solarenergie richtig funktioniert, da gab es dann ein Spiel mit dem "Heißen Draht" , der direkt mit Sonnenenergie versorgt wurde (statt mit Strom aus der Steckdose) und tolle Malbücher von den Stadtwerken.
Zum krönenden Abschluss gab es ein Abschiedsfest mit Prima-Klima Quiz und Gewinnchance von Solarmobilen und –windrädern, deftigem Stockbrot über einem tollen Lagerfeuer und als gemeinsame Verabschiedung von der Hüttenstadt wurde symbolisch die erste Hütte eingerissen. Als tatkräftige Unterstützung hatten wir viele Eltern, die mit viel Elan und Eifer mit bauten und ihre Kinder in ihrer "Bauwut" zum Teil noch übertrafen
Fakten: Ingesamt wurden 62 Hütten an 20 Sommerferien-Tagen von insgesamt mehr als 1000 Kindern gebaut (an einem Tag waren sogar mehr als 120 Kinder in der Hüttenstadt am Bauen! In den ersten beiden Wochen erreicht wir einen Spitzen-Häuslebauerrekord von ca. 800 Kindern) Es wurden mehr als 15 Spielmobil-Lkw Ladungen Holz verbaut, Hütten mit eimerweise Farbe bunt bemalt und mit Stoffen dekoriert. Von Gärtnerei, über Polizeistation, Gefängnis, Hotel, Harry-Potter-Hütte, mehreren Villa Kunterbunts etc. gab es wieder ganz viele unterschiedliche, kreative und phantastische Konstruktionen.
"STÄRKEN vor Ort" ermöglicht Klimahaus
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Für die Hüttenstadt des Bamberger Spielmobils gilt das Sprichwort "Alt, aber bewährt". Denn es gibt sie bereits seit 1982. Seit dieser Zeit ist der Spielplatz auf der Jahnwiese im Hainpark ein Bestandteil des Sommerferienprogramms der Stadt Bamberg, der nicht mehr wegzudenken ist. Pro Tag kommen zwischen 50 bis 100 Kinder aus Stadt und Landkreis aus allen sozialen Schichten, deutsche Kinder und Kinder mit Migrationshintergrund. Sie nehmen Hammer und Säge in die Hand und werkeln eifrig. So entstehen jeden August viele bunte Hütten der Marke Eigenbau. |
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Durch das Förderprogramm "STÄRKEN vor Ort" ist die Hüttenstadt ab sofort um eine Attraktion reicher. Finanziert aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union entstand im Rahmen des Projekts "Build a city" ein Klimahaus als neues Herzstück der Hüttenstadt, die künftig den Namen "Prima-Klima-Kinderstadt" trägt. Unter fachkundiger Anleitung eines Zimmermanns errichteten insgesamt neun Jugendliche und junge Erwachsene in den letzten drei Wochen ehrenamtlich ein 16 Quadratmeter großes Holzhaus, das mit verschiedensten Experimenten zum Thema erneuerbare Energien ausgestattet ist.
Nicht nur die kleinen und großen Besucher der Hüttenstadt profitieren vom Bau des Klimahauses, sondern auch die Projektteilnehmer. Die fünf jungen Frauen und drei jungen Männer konnten sich intensiv mit dem Berufsfeld Holzbau auseinander zu setzen und umfassende praktische Erfahrungen für ihren späteren Berufsweg sammeln. Damit wurde ein wesentliches Ziel des Programms "STÄRKEN vor Ort" erreicht: Die berufliche Integration von jungen Menschen zu verbessern und sie beim Einstieg ins Berufsleben zu unterstützen.
Projektleiter Michael Mahder von Chapeau Claque zeigte sich sowohl vom Ergebnis als auch vom Arbeitseifer der Projektteilnehmer begeistert. "Wir haben ein Klimahaus im wahrsten Sinne des Wortes errichtet. Den Kindern, die künftig die Prima-Klima-Kinderstadt besuchen, wird durch die Photovoltaikanlage der Stadtwerke das Thema regenerative Energien anschaulich vermittelt. Zugleich bietet die Hütte allen Besuchern Schutz vor den Unbilden des Wetters." Um das Klimahaus auch in den kommenden Jahren nutzen zu können, wurde es von den jugendlichen Erbauern so konzipiert, dass es innerhalb kurzer Zeit zerlegbar ist und über den Winter eingelagert werden kann.
Bei der Errichtung haben die Wetterkapriolen den jugendlichen Bauarbeitern einiges abverlangt. "Bei jedem Wetter habe ich an der Hütte mitgemacht. Jetzt bin ich erkältet – das kommt davon!", erzählt der 19-jährige Felix zwar verschnupft, aber dennoch zufrieden über das Resultat seiner Arbeit. Aufgrund des schlechten Wetters ist aber so manches Vorhaben noch nicht so weit gediehen wie ursprünglich geplant. "Wegen der ständigen Regenfälle bin ich immer noch nicht fertig mit der Neugestaltung des Bauwagens", erzählt Julia. Die 21-Jährige will aber auf jeden Fall so lange weiterarbeiten, bis auch dieser Teil der "Prima-Klima-Kinderstadt" fertig gestellt ist.
Informationen über das Förderprogramm "STÄRKEN vor Ort" gibt es im Internet auf der Homepage www.svo.bamberg.de
Prima-Klima-Kinderstadt
Welche Ziele verfolgen wir mit unserem Projekt?
Die Bildung für nachhaltige Entwicklung soll mit unserem Projekt in der Spielmobilarbeit verankert werden. Neben dem sozialen Charakter des betreuten Bauspielplatzes und der integrativen Arbeit mit Kindern aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten und Nationalitäten, sowie der Ferien-betreuung soll das Projekt Kinder sensibilisieren für die Folgen des Klimawandels und Möglichkeiten aufzeigen, wie jeder einzelne von uns seinen ganz individuellen Beitrag zur Abmildung der Folgen des Klimawandels beitragen kann.
In der spielerischen Als-ob-Situation der Prima-Klima-Kinderstadt lernen Kinder, wie jeder einzelne etwas gegen den Klimawandel tun kann, zum Beispiel durch einen schonenden Umgang mit Ressourcen und dem Einsatz erneuerbarer Energien. Das Projekt vermittelt soziale, kulturelle und kreative Kompetenzen, die für einen verantwortungs-vollen Umgang mit unserer Umwelt und die Gestaltung einer lebenswerten Zukunft erforderlich sind.
Darüberhinaus wird eine Ausweitung des Vorhabens und dauerhafte Etablierung als Umweltbildungs-projekt im Zuge der Landesgartenschau 2012 angestrebt.
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Wie hat sich das Projekt seit Sommer 2009 weiterentwickelt? |
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Welche Effekte für die nachhaltige Bildung sehen wir?
Die Welterbestadt Bamberg ist auf einem sehr guten Wege zu einer klima- und familienfreundlichen Politik. Der Paradigmenwechsel in allen gesellschaftlichen Bereichen soll sich auch im Kleinen widerspiegeln. Aus diesem Grund haben wir das Konzept unseres temporären, saisonal begrenzten Bauspielplatzes weiterentwickelt.
Das Prima-Klima-Kinderdorf erreicht in jedem Jahr rund 2000 Kinder und deren Eltern und trägt mit unterschiedlichsten Aktionen zu einem Bewusstseins-andel und damit verbundener Verhaltens-änderung bei. Im Vordergrund steht das Ziel, dass klimaneutrales Handeln zu einer Selbstverständ-lichkeit bei Groß und Klein wird.
In Zusammenarbeit mit allen beteiligten Partnern soll das Projekt nachhaltig gesichert und inhaltlich ausgebaut werden, denn eine Welterbestadt muss auch in Sachen Klimaschutz Vorbild sein. Hier spielt auch die Zusammenarbeit mit dem Welterbe-Büro der Stadt Bamberg eine große Rolle und bietet weitere Entwicklungsmöglichkeiten für das Projekt.
Welche Teilbereiche des Themas Nachhaltigkeit werden angesprochen:
Ökonomie: Sinnvolles Wachstum, Zahlungsmittel u.a. werden in der Als-ob-Situation der Spielstadt thematisiert
Ökologie: Ökologisch sinnvolles Handeln lernen durch spielerischen, ressourcenschonenden Umgang mit den - auch auf dem Bauspielplatz - begrenzt vorhandenen Ressourcen.
Soziales: Jedes Kind erfährt, dass es Teil eines großen Ganzen ist und soziales Verhalten zum Gelingen von Gemeinschaft beiträgt und gemeinsam viel für die Rettung des Klimas getan werden kann..
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Eine ganz besondere Anlage stand in diesem Sommer auf der Jahnhalbinsel in der Nähe des Minigolfplatzes. Zum ersten Mal wurde die Hüttenstadt, die dort jeden Sommer von vielen Kindern gebaut wird, auch mit Strom versorgt. Damit hat sich die Hüttenstadt in die "Prima-Klima-Kinderstadt" verwandelt, wo mit verschiedenen Experimenten gezeigt wurde, wie aus Sonnenenergie Strom wird. Ein Experte von den Stadtwerken hat erklärt, was passiert, wenn die Sonnenstrahlen auf die Solarzellen treffen: Die Sonnenstrahlen sorgen dafür, dass sich winzige Teilchen ("Elektronen") innerhalb der Solarmodule (so werden die Bestandteile der Anlage genannt) in eine ganz bestimmte Richtung in Bewegung setzen. Durch das Herumgekuller schieben sich die Teilchen gegenseitig an und es entsteht elektrische Spannung. Werden die Anschlüsse des 1 Solarmoduls über ein Kabel mit einem 2 Regler verbunden, kann der Strom "entnommen" werden. Er fließt dann von dort direkt in einen kleinen 3 Speicher (Batterie), von dem aus eine 4 Lampe oder ein anderer Verbraucher beliefert werden kann. So konnte die "Prima-Klima-Hütte" mithilfe der Sonne von innen beleuchtet werden, auch wenn die Sonne schon längst untergegangen war. Gemeinsam haben die Kinder ausprobiert, wie sich das Wetter und die Sonneneinstrahlung auf die Anlage auswirken oder wie viel Sonnenschein benötigt wird, um die Lampe in Betrieb zu halten.

Weiterführende Dokumente:
Kundenmagazin der Stadtwerke Bamberg Herbst 2010
Artikel aus dem "Fränkischen Tag" vom 09.08.2010
















